Gina

Gina2018-12-11T19:12:31+00:00
Gina | Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde in Kropp

Gina’s Geschichte

Hallo, ich bin Angel of Passion vom Blue Heaven, genannt „Gina“, geboren am 15.06.2006.

UnserQuellbild anzeigene Gina mussten wir am 08. August 2018 über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

„Der Hund-Engel
Während Du eine Träne wegwischt, winsel ich leise, um Dir zu sagen, ich bins ich habe Dich nicht verlassen. Ich bin wohlauf, es geht mir gut und ich bin hier.

Heute morgen beim Frühstück, da war ich ganz nah bei Dir und ich sah Dich den Tee einschenken, während Du daran dachtest, wie oft früher Deine Hände zu mir heruntergewandert sind. Ich war heute mit Dir beim Einkaufen Deine Arme taten weh vom Tragen. Ich sehnte mich danach Dir dabei zu helfen und wünschte, ich hätte mehr tun können.
Heute war ich auch mit Dir an meinem Grab, welches Du mit so viel Liebe pflegst. Aber glaube mir, ich bin nicht dort.
Ich ging mit Dir nach Hause, Du suchtest den Schlüssel, ich berührte Dich mit meiner Pfote und sagte lächelnd: „Ich bins, Gina.“
Du sahst so müde aus, als Du Dich in den Sessel sinken ließest. Ich versuchte mit aller Macht, Dich zu spüren zu lassen, dass ich bei Dir bin.
Ich kann Dir jeden Tag so nahe sein, um mit Gewissheit sagen zu können, ich bin nie fortgegangen.
Du hast ganz ruhig in Deinem Sessel gesessen, dann hast Du gelächelt und ich glaube Du wusstest- in der Stille des Abends, dass ich ganz in Deiner Nähe war.
Der Tag ist vorbei, ich lächle und seh‘ Dich gähnen und ich sage zu Dir: „Gute Nacht und Gott schütze Dich, ich seh‘ Dich Morgen Früh.“
Und wenn für Dich die Zeit gekommen ist den Fluss, der uns beide trennte zu überqueren, werde ich zu Dir hinübereilen, damit wir  wieder Zusammen sein können (Quelle: Internet-Unbekannt)

Meine Geschichte: Seit dem 05. August 2006 habe ich hier mein neues Zuhause und eine Zukunft – ich sage Euch: abwechslungsreich, interessant, lehrreich, spannend, lieb, emotionsgeladen – mit einem Wort: „Ich werde ein Therapie- und Behindertenbegleithund“ und darauf freue ich mich auch schon total.

Nun, mein Start im neuen Zuhause war nicht so prickelnd. Cindy, die Oma des Hauses, war ja ganz nett aber Quentin, der Halbstarke (2 Jahre), war total blöd zu mir, hat mich auch die ersten zwei Tage richtig angemault (tat auch etwas weh).

Aber ich habe das Glück, in einer großen Familie aufgewachsen zu sein – da gibt man nicht so einfach auf (sonst geht man unter).

Und nach drei Tagen hatte ich ihn so weit, dass ich ihn zum Spielen auffordern konnte, nach vier Tagen durfte ich ihm ein Spielzeug aus dem Fang nehmen, nach 5 Tagen durfte ich ihm einen Kauknochen wegnehmen und jetzt: Die Bilder sprechen für sich, er ist mein großer „Teddybär“. Ich kann auf ihm rumkrabbeln, wir fordern uns gegenseitig zum Spielen auf, manchmal kneife ich ihn auch (etwas doll) oder ziehe ihn am Fell – aber ich darf das. Er liebt mich nämlich! Dass wir uns sein Körbchen und seine Decke teilen war nur eine Frage der Zeit.

Gina | Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde in Kropp

Ich bin selbstbewusst, neugierig, gelehrig, frech, schlau, fordernd, ungeduldig, lieb und habe keine Angst vor großen Hunden (zumindest nur ganz kurz).

Ich darf bei den Hundetreffs meistens dabei sein und schaue mir an, was die schon alles können. Am liebsten tobe ich jedoch in der Welpengruppe und dort am liebsten im Tunnel.

Mein erstes Therapie- und Behindertenbegleithunde-Seminar habe ich auch schon mitgemacht. Alles klasse Hunde und Frauchen. Gut, die meiste Zeit habe ich verschlafen aber am Sonntag bei den Wikingern war ich richtig fit. Die Kostüme, die Gerüche, die Menschen, die Angst was zu versäumen oder den Anschluss zu verlieren – klar war ich danach richtig kaputt – aber glücklich.

Gina | Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde in Kropp
Gina | Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde in Kropp

Ich freue mich wirklich auf meine Aufgaben und bin so froh, zu diesem Team zu gehören.

Inzwischen bin ich erwachsen und habe auch schon feste Aufgaben übernommen. So bin ich einmal die Woche mit Quentin zusammen im Stuhlkreis aktiv – mindestens 10 Tagesgäste warten dort darauf, dass wir für ca. 45 Minuten mit denen Spielen und Freude haben. Das macht viel Spaß ist aber auch anstrengend. Einmal die Woche besuche ich mit Quentin zusammen Patienten, die im Wachkoma liegen.

Das war anfangs ungewohnt wegen der merkwürdigen Geräusche und die Patienten können mich auch nicht streicheln und geben mir auch keine Leckerlis.

Inzwischen gehen wir auch noch in eine andere Hausgemeinschaft. Da sind die Bewohner schon etwas unruhiger und wir besuchen die Personen einzeln. Bei vier Personen gehen wir auch in die Zimmer, wir klopfen an und fragen, ob wir reinkommen dürfen. Bis jetzt haben uns alle eingeladen, einzutreten.

Gina | Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde in Kropp
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Quentin lebt leider nicht mehr. Ich habe viel von ihm gelernt und habe viele Aufgaben übernommen. Ich bin in verschiedenen Einrichtungen unterwegs. Die Bewohner freuen sind auf uns, es ist schön neue Leute kennen zu lernen, die Arbeit macht Spaß, fordert aber auch höchste Konzentration. Ich vertraue meinem Frauchen, ich gebe den Bewohnern Wärme, Nähe, Ruhe, Kraft und Frauchen versteckt Leckerlis bei den Patienten und das Personal und die Angehörigen finden mich total Klasse, streicheln mich, geben mir Leckerlis – das freut mich sehr. Ich motiviere die Bewohner auch, mit mir zu spielen, das freut uns dann alle sehr, wenn es klappt – und es klappt irgendwie immer! Ich bin gerne da.

Ich habe auch die „Kleinen“ eingearbeitet, sie haben mich anfangs begleitet, mir „über die Schulter geschaut“ und sind inzwischen auch alleine mit Frauchen unterwegs. Wir fühlen uns wohl, sind ein tolles Team und verstehen uns sehr gut.

Ich finde das Leben schön, genieße jede Minute, habe viele Freunde, kuschel gerne und darf mich – ich bin eben nicht mehr die Jüngste – auch schon mal zurück ziehen.

Frauchen sagt, ich bin im Vorruhestand. Das ist was Tolles. Ich brauche nur noch was tun, wenn ich möchte. Ich gebe mein Wissen gerne an die jungen Hunde weiter, helfe bei den Hundegruppen mit und bin mit Frauchen und „meinen Kleinen“ (Snoopy und Mandy) ganz dicke. Ich wünsche mir noch viel gesunde Lebenszeit.

Meine Freunde